Die Astrofotografie ermöglicht es, Objekte und Strukturen sichtbar zu machen, welche man mit dem bloßen Auge gar nicht wahrnimmt. Außerdem lässt sich das, was man sieht, festhalten. Dabei benötigt man nicht einmal eine teure Ausrüstung. Es reicht ein Stativ mit einer einfachen Kamera, bei der man beliebig lange belichten kann. Allerdings sollte man einen Drahtauslöser mit Feststellfunktion benutzen, damit man nicht die ganze Zeit den Auslöser gedrückt halten muss. So kann man schon sehr eindrucksvolle Strichspuraufnahmen machen. Bei Fotos, die mit Objektiven gemacht wurden, die nicht oder nur kaum vergrößern, kann man aus eigener Erfahrung auch bis zu einer halben Minute belichten, ohne dass die Sterne aufgrund der Erddrehung als Striche erscheinen. Fotografiert man nun allerdings mit Teleobjektiven und hat immer noch den Anspruch, Sterne als Punkte darzustellen, muss man die Kamera nachführen (s. "die praktische Arbeit"). Ich montiere die Kamera dazu auf das Teleskop, durch welches ich dann das Nachführen manuell korrigiere, da dieses der Motor nicht ganz exakt schafft. Das Fotografieren durch das Teleskop gestaltet sich schon schwieriger. Hier ist auf jeden Fall eine Spiegelreflexkamera notwendig, da man durch den Sucher einer anderen Kamera nicht den Blick in das Teleskop und damit auf den zu fotografierenden Bildausschnitt hätte. Allerdings sieht man auch hier während des Fotografieren nichts. Durch das nicht ganz exakte Nachführen des Motors sind längere Belichtungszeiten also erst einmal nicht möglich. Ich nutze die Vergrößerung des Teleskops nur zum Fotografieren von hellen Objekten wie dem Mond oder hellen Planeten, bei denen sich Belichtungszeiten, die über einige Sekunden hinaus gehen, erübrigen. Einige, teils sehr teure Hilfsmittel, könnten das Problem, dass man während des Fotografierens nichts sieht, beseitigen. Hier würde zum Beispiel die Fotografie mit CCD-Kameras Abhilfe schaffen. In diesem Fall kann man das Bild dann am Computer nachverfolgen und die Ausrichtung des Teleskops gegebenenfalls korrigieren. Der Preis solcher Kameras ist zur Zeit allerdings noch ziemlich hoch, so dass ich sie (noch) nicht nutzen kann. Außerdem verbrauchen diese Kameras auch wieder Strom, was ich mit meiner vollmechanischen Spiegelreflexkamera (s. "Meine Ausrüstung") vermeide, um nicht irgendwann ohne funktionierende Kamera dazustehen. Des weiteren müssen solche Kameras gekühlt werden, da der Chip Wärme produziert, wodurch die Luft anfängt zu flimmern und das Bild unscharf wird. Um den richtigen Film für seine Zwecke zu finden, sollte man einfach ausprobieren. Durch eine Reihe von Fotos mit verschiedenen Belichtungszeiten lässt sich herausfinden, welche am besten ist und welcher Film einem am geeignetsten erscheint. Benötigt man einen Film mit hoher Empfindlichkeit, so muss er eine hohe ASA-Zahl haben, mit der man die Empfindlichkeit misst. Bei Filmen von verschiedenen Firmen kommt es auch immer wieder zu Verschiebungen hin zu einer Farbe. Die Farbe des Bildes ist dann entweder leicht ins Rote oder ins Blaue verschoben. Als letztes benötigt man dann noch einen klaren Himmel, möglichst abseits der Zivilisation, um störendes Streulicht auszuschließen.