Die Ausrüstung, welche ich für meine Halbjahresarbeit benutze, hat sich im Laufe der letzten Jahre angesammelt. Mein Teleskop habe ich, da ich mich für Astronomie interessiere, schon länger. Der Motor, sehr wichtig für das Nachführen, kam dann 2002 dazu und eine eigene Spiegelreflexkamera habe ich mir im Oktober 2003 zugelegt.
Teleskop
Ich besitze das Reflektor-Teleskop Art.-Nr. 45-46500 von Bresser. Die Brennweite beträgt 900 mm und der Spiegel hat einen Durchmesser von 114 mm. Dazu gehören noch zwei Okulare, das eine mit 25 mm und das andere mit 6 mm Durchmesser. Die Vergrößerung errechnet sich hierbei aus der Brennweite des Teleskops durch die der Okulare. Ich kann mit meinen beiden also eine Vergößrerung von 36- bzw. 75-fach erreichen. Die ebenfalls dazugehörige Barlow-Linse kann die Vergrößerung der Okulare noch einmal verdoppeln, so dass ich mit meiner Ausrüstung Objekte maximal 150x vergrößern kann. Dabei werden die Bilder aber immer unschärfer, je höher die Vergrößerung ist, was sich auch auf den Fotos erkennen lässt. Der Teleskop-Tubus ist equatorial montiert, d.h. das Teleskop kann zuerst parallel zur Erdachse, also ungefähr in Richtung des Polarsterns, ausgerichtet werden. Dann wird mit Hilfe zweier anderer Gewinde ein Stern angepeilt, welchem dann mit der Bewegung nur eines Gewindes gefolgt werden kann. Wárde das Teleskop nur in horizontaler und vertikaler Richtung beweglich sein, so müsste man beim Nachführen immer beide Achsen bewegen, was das Fixieren auf einen Stern fast unmöglich macht. Getragen wird das ganze Gewicht von einem Aluminium-Stativ. Zusätzlich besitze ich noch ein 12mm Doppelfadenkreuzokular, welches mir das Anfixieren eines Sternes wesentlich erleichtert. Unersetzlich für das Nachführen ist der Motor, der den Rektazensions-Kreis gleichmäßig bewegt. Trotzdem muss man die Ausrichtung des Teleskops während einer Aufnahme ständig kontrollieren und manuell korrigieren.
Kamera
Meine ersten Fotos habe ich mit der Spiegelreflexkamera Canon AE-1 meiner Mutter gemacht. Allerdings ist es mir dann mehrfach passiert, dass bei einer Aufnahme die Batterie versagte, u.a. auch zu unmöglichen Zeitpunkten wie während des Versuches, auf den Kanaren den Andromedanebel auf den Film zu bannen. Daraufhin habe ich mich dann auf die Suche nach einer vollmechanischen Spiegelreflexkamera gemacht. Hergestellt werden diese Kameras meines Wissens nicht mehr, so dass ich nur noch auf gebrauchte zurückgreifen konnte. Auf der Internetseite eines anderen Hobbyastronomen fand ich schließlich die Kamera Porst Reflex TL und konnte nur wenig später eine in sehr gutem Zustand billig bei e-Bay ersteigern. Die mechanischen Verschlusszeiten gehen von 1 bis 1/1000 sec. Zusätzlich lässt sich der Verschluss manuell beliebig lange öffnen. Hierfür benutze ich einen Drahtauslöser, welchen man feststellen kann. Lediglich der Belichtungsmesser, den ich für meine Zwecke aber nicht brauche, benötigt eine Batterie. Bei der Kamera waren 3 Objektive dabei (55mm, 35mm (Weitwinkel) u. 135mm (Tele)). Außerdem besitze ich noch ein Zoomobjektiv, welches eine Brennweite von bis zu 260mm hat.