Der Andromedanebel ist mit 2,3 Mio. Lichtjahren, gut 21 Trillionen Kilometern (20-stellige Zahl), das entfernteste mit bloßem Auge von der Erde aus sichtbare Objekt. Eigentlich ist er kein Nebel, sondern eine Spiralgalaxie, welche der unseren sehr ähnlich, allerdings größer ist. Sichtbar, auch in kleinen Teleskopen, ist nur der Kern. Samt ihrer Spiralarme der von uns aus gesehen fast auf der Kante liegenden Galaxie hat sie am Himmel die mehrfache Größe des Mondes.
Europa ist der zweite der vier großen Jupitermonde und hat eine helle Oberfläche, welche von Gräben durchzogen ist. Man vermutet, dass eine dicke Eisschicht Eismatsch oder Wasser überdeckt, welches durch die Gezeitenkräfte des Jupiter aufgetaut worden sein könnte.
Einhorn (Monoceros) ist ein unscheinbares Sternbild, welches durch seine Lage in der Milchstraße allerdings viele Nebel und, wenn auch nicht helle, Sterne enthält.
Fuhrmann (Auriga) ist ein großes und auffälliges Sternbild am nördlichen Himmel mit dem hellen Stern Capella.
Ganymed ist der dritte der vier großen Jupitermonde und der größte Mond in unserem Sonnensystem. Er hat ein relativ starkes Magnetfeld, was kombiniert mit der Flugbahn auf einen eisenreichen Kern schließen lässt. Seine Oberfläche ist mehr oder weniger dunkel und größtenteils von Kratern zerfurcht.
Der Große Wagen ist ein Teil des Sternbildes Großer Bär (Ursa Major), welches eines der größten und auffallensten ist.
Hinterdeck (Puppis) ist ein großes Sternbild in einer sternreichen Region der Milchstraße.
Die Hunde, Großer und Kleiner (Canis Major und Canis Minor), sind die beiden Hunde, die dem Jäger Orion folgen. Im Sternbild Großer Hund liegt der von der Erde aus gesehen hellste Stern (abgesehen von der Sonne) Sirius.
Ikeya-Zhang ist ein Komet der von den beiden Ostasiaten Ikeya und Zhang entdeckt wurde. Er war im Frühjahr 2002 mit bloßem Auge von der Erde aus zu sehen.
Io ist der erste der vier großen Jupitermonde und hat aufgrund seiner bunten Oberfläche den Spitznamen "Pizzamond" bekommen. Neben der Erde ist man sich im Sonnensystem nur noch bei diesem Mond sicher, dass es zur Zeit vulkanische Aktivität gibt.
Jupiter ist mit dem zehnfachen Erddurchmesser der größte Planet in unserem Sonnensystem. Er besteht zu 90% aus Wasserstoff und zu etwa 10% aus Helium sowie einigen anderen in geringen Mengen vorkommenden Gasen. Der Jupiter ist in seinen oberen Schichten von farbigen Wolkenringen umgeben und besitzt auch einen kleinen Ring aus winzigen Teilchen sowie viele Monde.
Kallisto ist der vierte der vier großen Jupitermonde mit der dunkelsten Oberfläche, welche aus Fels und Staub besteht. Man vermutet allerdings, dass er aufgrund seiner geringen Dichte zu einem großen Teil aus Wasser besteht.
Mars wird wegen seiner roten Färbung auch "roter Planet" genannt. Er ist von allen Planeten im Sonnensystem der Erde am ähnlichsten und es wird immer wieder spekuliert, dass es dort zumindest einmal Leben gegeben haben könnte. Auf dem Mars steht auch der höchste Vulkan unseres Sonnensystems, der Olympus Mons.
Merkur ist der sonnennächste und ein recht kleiner Planet. Sein Aussehen erinnert durch die vielen Krater sehr an das des Mondes. Durch die langsame Rotation um die eigene Achse dauert ein Tag zwei Jahre lang, Merkur benötigt also doppelt so lange, sich um sich selbst zu drehen, wie er um die Sonne braucht, was zu extremen Temperaturunterschieden von -170°C bis 430°C führt.
Die Milchstraße erscheint uns als diffuses Band, welches sich bei klarem Wetter über unseren nächtlichen Himmel zieht. Sie ist eine Spiralgalaxie, die wir von innen aus sehen. Unser Sonnensystem befindet sich im äußeren Bereich einer der Spiralarme. Das Zentrum der Galaxie befindet sich von uns aus gesehen im Sternbild Schütze.
Nahe Mizar steht der Stern Alcor, welcher auch schon mit dem bloßem Auge von Mizar zu trennen ist. Die beiden Sterne sind allerdings keine wirklichen Doppelsterne, sondern stehen nur von der Erde aus gesehen recht nah beieinander. Mizar besitzt allerdings einen richtigen Begleiter, Mizar B. Beide besitzen zusätzlich noch einen Begleiter, die man allerdings nicht sehen kann (ihre Existenz wurde bei der Untersuchung des Spektrums von Mizar festgestellt), so dass Mizar ein Mehrfach-Sternsystem aus 4 Sternen (Vierfachstern) ist.
Der Mond wendet uns immer die selbe Seite zu, da eine Umdrehung um die eigene Achse genauso lange dauert wie der Weg um die Erde. Er wurde von 1969 -1972 währende der Apollo-Missionen von den Amerikanern untersucht und von Sonden in seiner Umlaufbahn kartografiert. Auch wenn man sich immer noch nicht sicher ist, wie der Mond entstand, so scheint es heute, dass er sich bei einer Kollision eines Asteroiden mit der noch jungen und flüssigen Erde aus dieser herauslöste, was die Ähnlichkeit des Gesteines auf Erde und Mond erklären könnte.
Eine Mondfinsternis entsteht, wenn der Mond in den Schatten, welche die Erde in den Raum wirft, eintritt. Dabei müssen sich Mond und Sonne also von der Erde aus gesehen gegenüber stehen, es ist Vollmond. Da die Mondbahn aber leicht geneigt zu der der Erde verläuft, steht der Mond bei Vollmond meistens ober- oder unterhalb des Schattens, so dass nicht bei jedem Vollmond auch eine Mondfinsternis eintritt. Durch die Größe der Sonne wirft die Erde einen Kern- und einen Halbschatten, welcher den Mond nicht so stark verdunkelt. Die Atmosphäre der Erde streut das Sonnenlicht allerdings, so dass der Mond selbst im Kernschatten noch in einem leicht rötlichen Licht erscheint.
Neptun ist etwa viermal so groß wie die Erde und gehört damit zu den vier Riesenplaneten in unserem Sonnensystem. Er besitz vier dünne Ringe sowie einige Monde und ist mit bloßem Auge von der Erde aus nicht zu sehen.
Orion ist eines der auffälligsten Sternbilder am Himmel. Es stellt einen Jäger mit erhobener Keule und Schild dar. Den Gürtel bilden drei Sterne. Darunter ist etwas schwächer das Schwert zu erkennen, in welchem sich der Orionnebel befindet.
Der Orionnebel ist schon mit dem bloßen Auge schwach zu erkennen und ist einer der eindrucksvollsten Nebel an unserem Himmel.
Die Plejaden im Sternbild Stier werden wegen ihrer sieben hellen Sterne auch "Siebengestirn" genannt. Sie sind eigentlich ein recht junger (50 Mio. Jahre) offener Sternhaufen in einer Entfernung von 400 Lichtjahren zur Erde, bestehend aus 300 - 500 Sternen, die sich in einem Reflexionsnebel aus Gas und Staub befinden.
Das Polarlicht entsteht, wenn energiereiche Teilchen Sauerstoffatome und Stickstoffmoleküle in der Magnetosphäre anregen. Die energiereichen Teilchen kommen von der Sonne und werden durch das Magnetfeld der Erde zu den Polen geleitet.
Saturn ist etwas kleiner als Jupiter und besteht wie dieser hauptsächlich aus Wasserstoff und Helium. Er hat viele Monde und sein auffälligstes Merkmal ist der große Ring aus Gestein, der schon in einem kleinen Teleskop recht gut zu erkennen ist.
Im Schützen (Saggitarius) liegt das Zentrum der Milchstraße. Das Sternbild ist weitläufig und enthält viele helle Sterne sowie eine Menge Nebel und Sternhaufen.
Der Schwan (Cygnus) ist ein auffälliges, kreuzförmiges Sternbild in der nördlichen Milchstraße mit vielen recht hellen Sternen.
Im Segel (Vela) liegen einige schwache Nebel. Es ist ein ausgedehntes Sternbild am Südhimmel.
Die Sonne ist ein Stern mittlerer Größe. In ihrem Zentrum erreicht sie eine Temperatur von 15 Mio. Kelvin. Durch die Verschmelzung von Wasserstoff zu Helium verliert sie sekündlich 4 Mio. Tonnen an Masse.
Sonnenflecken sind kühlere Stellen auf der Sonnenoberfläche. Sie entstehen dort, wo das Magnetfeld der Sonne einige tausendmal stärker ist als normal. Dies wird durch aufsteigende heiße Gasströme in der Sonne hervorgerufen.
Ein Stern ist eine leuchtende Gaskugel, die durch Kernfusion Energie freisetzt. Um Wasserstoff zu Helium zu verschmelzen, muss ein Himmelskörper mindest 1/21 der Masse unserer Sonne besitzen, um durch die Schwerkraft seine Materie auf die erforderliche Temperatur aufzuheizen.
Ein Sternhaufen besteht aus einer Anhäufung von Sternen, die wahrscheinlich alle den gleichen Ursprung haben. Die bekanntesten Formen sind Kugelsternhaufen, bei denen die Sterne in einer Kugelform angeordnet sind, und offene Sternhaufen, wo die Sterne in etwas größeren Entfernungen zueinander zusammen stehen.
Der Stier (Taurus) ist ein auffälliges Sternbild und enthält unter anderem die Sternhaufen Plejaden und Hyaden.
Uranus ist etwa so groß wie Neptun und besitzt schwache Ringe sowie einige Monde. Im Gegensatz zu den andere Planeten, deren Achse fast senkrecht zu ihren Bahnen um die Sonne steht, befindet sich die Rotationsachse des Uranus fast auf einer Ebene mit der des Sonnensystems (die Planeten laufen alle relativ auf einer Ebene um die Sonne).
Die Venus ist der erdnächste Planet und von einer dichten Atmosphäre umgeben, was zu einer außergewöhnlich hohen Oberflächentemperatur von 450°C führt. Da ihre Entfernung zur Sonne geringer ist als die der Erde, erscheint sie für uns in Phasen wie unser Mond. Die Sichel ist dabei schon in kleinen Teleskopen zu erkennen.
Zirkumpolare Sterne tauchen für einen bestimmten Beobachter nie unter den Horizont. Da alle Sterne durch die Erddrehung auf der Nordhalbkugel scheinbar um den Polarstern kreisen, sind dies also die Sterne, die diesem besonders nah stehen. An den Polen sind also alle Sterne zirkumpolar, am Äquator keiner.
Das Sternbild Zwillinge (Gemini) hat die Form eines Rechtecks und ist daher leicht zu finden.