Vom 19. - 26. Februar 2004 bin ich auf die Kanareninsel La Palma geflogen, um zu fotografieren. Dieser Ort ist nicht nur wegen des meist guten Wetters sehr geeignet für die Astrofotografie, sondern auch, weil es auf kleinstem Raum große Höhenunterschiede gibt und man deshalb in kürzester Zeit ins "Hochgebirge" kommen kann. Der Himmel ist, wie überall auf der Welt, auch dort in der Höhe klarer, da man die dunstigen Luftschichten unter sich gelassen hat. Zusätzlich ist es auf einer Insel im Atlantik klarer als im lichtdurchfluteten und von Abgasen verdreckten Deutschland (s. "Lichtverschmutzung"), was La Palma zu einem der geeignetsten Orte für Astronomie auf der ganzen Welt macht. Deshalb haben internationale Forschergruppen wie das IAC auch auf dem Roque de los Muchachos, dem mit 2426m höchsten Berg der Insel, ihre Teleskope errichtet. Leider war das Wetter in der Woche, in der ich dort war, nicht sehr gut. Es hatte auf La Palma seit Oktober 2003 nicht mehr geregnet und genau an dem Tag, an dem ich angereist bin, fing es dann an. Dafür aber richtig. Das Wetter war so schlecht, dass die Landeversuche 2 ½ Stunden gedauert haben. Aber in immerhin 3 Nächten war der Himmel klar genug, um zu fotografieren. Fünfmal, davon zweimal mit Erfolg, war ich auf der Cumbre Nueva (ungefähr beim schwarzen Punkt auf dem Foto unten) in ca. 1500m Höhe und einmal auf dem Roque de los Muchachos (weißer Punkt) in ca. 2300m Höhe. Die Gebäude sowie die weißen Kuppeln auf dem Gipfel gehören zum IAC (s.o.).
Gefroren habe ich da oben dann auch noch. Es lag Schnee. Und die Wolken hatte ich gerade so unter mir gelassen. Die Situation kommt der auf dem zweiten Foto unten sehr nahe. Nur, dass es halt dunkel war. Meine Ausrüstung hat durch den ständigen Transport in die Berge etwas gelitten. Trotz der vielen Komplikationen hat sich der "Astrourlaub" aber doch gelohnt.