Ich möchte in diesem Abschnitt den Aufbau einer Spiegelreflexkamera nach dem Verlauf des Lichts durch diese beschreiben. Zunächst fällt das Licht des zu fotografierenden Objekts durch das Objektiv. Dieses lässt sich je nach Bedarf auswechseln. Möchte man eine höhere Vergrößerung erreichen, so benutzt man ein Objektiv mit höherer Brennweite (genauer: ein Objektiv mit einer Linse, welche eine höhere Brennweite besitzt). Die Qualität der jeweiligen Linse ist dabei ausschlaggebend für die Qualität des entstehenden Fotos. Nun trifft das Licht auf einen Spiegel, welcher dieses spiegelverkehrt im rechten Winkel nach oben wirft. Dort tritt es in ein Prisma ein, aus welchem es dann wieder in seiner ursprünglichen Richtung und richtig herum austritt. An dieser Stelle befindet sich der Sucher der Kamera. Man sieht also durch den Sucher genau das, was man später fotografieren will. Insbesondere bei höheren Vergrößerungen wie in der Astrofotografie ist dies sehr vorteilhaft. Auch der Anschluss ans Teleskop wäre ohne diese Technik nicht möglich, da man sonst gar nicht sehen könnte, was man vor der Linse hat. Auch die Scharfeinstellung wäre so gut wie unmöglich. Während der Zeit, in der der Film belichtet wird, klappen der Spiegel und eine weitere Klappwand, die den Film ansonsten vor Licht schützen, nach oben. Das Licht fällt nun direkt durch die Linse auf den Film. In dieser Zeit sieht man durch den Sucher nichts. Bei Tageslicht-Aufnahmen ist dies auch nicht weiter stùrend, da die Belichtungszeiten nur Bruchteile von Sekunden betragen. Bei Nachtaufnahmen mit minutenlangen Belichtungszeiten gestaltet sich dies allerdings schwieriger. Fotografiert man ein feststehendes Objekt, so muss man die Kamera mit Hilfe eines Stativs fixieren. Das ist zunächst nicht das Problem. In der Astrofotografie bewegen sich aber durch die Erddrehung die Objekte, die man fotografieren will, so dass man die Kamera nachführen muss, ohne dass man etwas durch sie sieht. Die Entfernungseinstellung befindet sich am Objektiv. Mit dieser lässt sich das Bild scharf stellen. Ebenfalls am Objektiv ist der Blendeneinstellring, der zur Regelung der Menge des einfallenden Lichts dient. An der Kamera selbst befinden sich der Auslöser, der schon oben genannte Sucher, der Spannhebel, um den Film für ein weiteres Bild weiter zu transportieren, die Filmrückspulkurbel, mit der der Film, wenn er voll ist, wieder in die Filmrolle zurückgespult werden kann, sowie die Zeiteinstellung. Bei meiner Kamera lassen sich hierbei Intervalle von 1/1000 bis 1 Sekunde einstellen. Zusࢴtzlich hat man noch die Möglichkeit, die Belichtungszeit manuell zu bestimmen. Der Film wird dann so lange belichtet, wie man den Auslöser betätigt, was für die Astrofotografie unerlässlich ist.